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und wir funktionieren

Ich bin krank. Schön nicht wahr.
Nur leider lässt sich die Tatsache dass ich in der Arbeit sitze nicht verdrängen. Frag mich nur was mir in den Augen meiner Mutter fehlen müsste, damit ich zu Hause bleiben könnte.
Doch sie hat mich wenigstens zur Arbeit gefahren nicht das mir auf den Weg dorthin etwas passiert. Ach sie ist doch sehr fürsorglich, warum klagen. Heute Abend kommt dann sicherlich das Gespräch das es ihr auch so schlecht geht und die Familie muss eine Runde Mitleid spenden. Aber gut, werde ich machen bringt doch sowieso nichts verstehen wir sie es mit Sicherheit nie. Hiermit wird die Hoffnung feierlich begraben.
Noch 6 ½ Stunden hier sein, wie lustig. Nichts tun, Luft gucken, gegen den Brechreiz kämpfen, mich anmeckern lassen und dazu immer lächeln, because the show must go on.
29.11.06 09:25


-.-

Ich bin hier und doch nicht. Wollte heute lieber im Bett bleiben, hätte ich mal lieber getan, doch bin ich dieses schöne brave Mädchen was alles macht was man ihr sagt. Gut erzogen nennt man das, wobei meine Mutter meinte ich sei „zu gut“ erzogen. Wie man es macht ist es eben falsch, aber würde ich mal wirklich Scheiße bauen wäre sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die erste die schreit wie unnütz ich doch bin. Frage: Warum schwänze ich den nicht einfach mal, das tut doch niemanden weh. Hat nichts Schlimmes oder zerstörerisches an sich. Eigentlich völlig egal mich das zu fragen, denn ich werde nie etwas in dieser Richtung machen, denn ich bin doch perfekt.
Wie war das Wochenende, nun ja wie jedes eben. Mein Bett war mein treuster Freund, der Fernseher der beste Kumpel und das Paracetamol der förderlichste Beistand. Somit bin ich auch selbst schuld an diesen langsamen Verfall. An Einsamkeit kann man sterben, also los fangen wir an. Gestern wieder fast so weit es zu tun, aber dann doch nicht, warum auch immer. Heute bereue ich es zutiefst, aber na ja ich werde sowieso nie über die Planung hinauskommen. Akzeptieren und schweigen.
27.11.06 09:03


Gehirnfrettchen

Es ist schon erstaunlich wie viele Gehirnarmefrettchen es gibt.
Denken mit ihrer ach so hohen Intelligenz können sie auf andere herunterspucken und sich aufplustern wie weiß ich was. Ist schon witzig wie wichtig wir uns Menschen nehmen, es gibt für jeden von uns 6,6 Milliarden Alternativen, heißt niemand wird hier gebraucht.
Klar es gibt diese Menschen die man einfach gern hat, weil sie so sind wie sie sind und diese haben auch einen hohen Stellenwert in unseren Leben, aber die Frage ist: Gibt es nicht für diese Menschen auch einen Ersatz? Kann man nicht jemanden besseren irgendwo finden, selbe Eigenschaften nur um ein Quäntchen besser. Es gibt ein Lied von Bushido in dem er singt: ……..weil jeder der in meine Welt kommt an Größe verliert
So komme ich mir vor, sobald ich jemanden in meiner Welt habe, will ich ihn nicht mehr, will etwas neues, eben wie beschrieben etwas Besseres. Schlampe. Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Eigentlich will ich mich von diesem Gesellschaftsbrei lösen, nicht so ein Wixer sein, aber letztlich bin ich nichts Besseres. Bloß nicht auffallen, immer schön Fresse halten und lachen. Am liebsten würde ich dir in die Fresse schlagen, ja das wäre mein Traum. Aber halt tun wir ja nicht, wir sind doch alle perfekt. Lasst uns im Kreis tanzen und dieses verlogene Leben feiern. Hoch lebe die menschliche Dummheit.
Dümple gerne in dieser verlogenen und falschen Gesellschaft herum. Jeder verarscht jeden um sich selbst zu profilieren und es gibt keine Ausnahmen. Wirkliche keine. Sicherlich ist es kein Fehler sich an anderen zu bereichern, wer will in seinen Leben nicht mehr erreichen. Doch muss man dafür andere Menschen verletzen und sie fertig machen? Wahrscheinlich schon, wahrscheinlich lebe ich einfach zu sehr in meiner Welt der Illusionen.
Würde jetzt gerne mein Buch weiterlesen, aber ne ich sitz lieber in der Arbeit und mach jetzt mal gepflegt 4 Stunden nichts. 4 Stunden? Moment ich mach schon 2 ½ Jahre nichts, aber egal. Ich wehre mich doch eh nicht dagegen (Gesellschaftsbrei -.-). Genial ist, wenn meine Arbeitskollegin dann immer fragt was ich mache. Ausgesprochene Antworte: Ähm ja ähm so nen Brief schreiben für Hr. R.
Gedachte Antwort: Eh du scheiß Schlampe, weißt genau das ich den ganzen Tag nichts mache. Im Moment surfe ich im Netz und frage mich wie man sich wohl am besten erschießen kann.
Boah ich hasse die Weiber hier. Wer ist denn auch so dumm und fängt in einer Berufsschule an zu arbeiten.
Lehrer so weit das Auge reicht und das noch gepaart mit sinnloser Bürokratie, tada wir haben eine Schule.
Moment ich hab sinnlose Schüler vergessen, jaaaa ich mag keine Schüler. Obercoole Checker die meinen ihnen gehört die Welt, wir sind verloren ohne sie. Mhhh….ich glaube sie denken aber nicht nur Schüler, es nimmt sich doch sowieso jeder zu wichtig. Müssen ja alle an der Spitze der Pyramide stehen. Aber wisst ihr was die ist überfüllt, wie ne schlechte Disko. Ihr kommt da nicht rein. Haha, kapiert das doch endlich mal. Doch wo null Hirn auch null Verständnis.
Ich verachte die Menschen, doch nur weil sie dasselbe machen.
23.11.06 11:57


Warum?

Warum bin ich das was ich bin?
Warum kann ich, mein ich nicht akzeptieren?
Warum muss ich dieser elendige Versager sein?
Warum bin ich ein Misanthrop?
Warum sehe ich schwarz/weiß und nicht bunt?
Warum spüre ich, obwohl ich nicht spüren darf?
Warum strebe ich nach Perfektion, wo ich doch weiß ich werde sie nie erreichen?
Warum kann ich nicht leben, aber auch nicht sterben?
Warum lache ich, wenn ich doch weinen will?
Warum ist Schmerz für mich ein ambivalentes Gefühl?
Warum verschließe ich die Augen vor den Offensichtlichen?
Warum bin ich ein Mensch?
23.11.06 10:31


Einsamer Kampf

Einsamer Kampf

Sie saß auf der Schulbank und versank in ihren Gedanken. Die Stimme der Lehrerin nahm sie gar nicht wahr, zu sehr träumte sie vor sich hin. Eigentlich wollte sie nur nach Hause, sich unter ihrer Bettdecke verkriechen und ihrem Atem lauschen. Aber das ging doch sowieso nicht, sie musste in einer Schule voller Idioten sitzen und sich Dinge anhören, die sie niemals wieder brauchen würde. Wer wolle das schon verstehen bis auf sie, die Lehrer liebten es ihr stundenlange Vorträge zu halten, dass wenn sie nicht aufpasst ihre Zukunft langsam aber sicher aussichtslos sei. Sie hatte gute Noten, was wollten die eigentlich von ihr, doch hörte sie sich alles an und nickte ab und zu brav. Die Pädagogen waren zufrieden und sie auch, wenn man sie wieder alleine ließ. Wie viel Zeit man letztlich in der Schule verschwendet, wollte sie gar nicht so genau wissen. Jedenfalls war es ihre Zeit und so konnte sie in ihr auch machen was sie wollte und sie wollte nachdenken. In ihrem Kopf ging immer wieder das selbe umher: Klingen, Blut und der Wunsch nach dem Tod. Sie war nicht wie andere Jugendliche in ihren Alter, dass hatte sie schon in der Grundschule mitbekommen. Was sonst könnte der Grund gewesen sein, dass sie immer verprügelt und verspottet wurde. Bis heute hat sie zwar einiges geändert, doch ob dies positiv sei darf man selbst entscheiden. Statt Gewalt bekam sie Ignoranz zu spüren. Niemand in der Schule wusste ihren Namen und niemand wollte je etwas mit ihr zu tun haben. Warum das so war, sie wusste es nicht. Sie versuchte es immer sich anzupassen, aber es war aussichtslos, sie hatte schon den Stempel Loser aufgedrückt bekommen, doch irgendwann akzeptierte sie auch das. Was sollte sie schon dagegen unternehmen. Aber es war nicht nur die Schüler die sie verspotteten, auch die Lehrer waren keinen Deut besser. Sie hasste die Schule und alles was man damit verbinden konnte. Obgleich sie sich auch zu Hause nicht wirklich akzeptiert fühlte. Ihre Eltern lebten zusammen und doch nicht. Jeden Tag stritten sie sich, redeten von Scheidung doch im Grunde blieben sie trotzdem zusammen. Vielleicht um das Weltbild einer perfekten Familie aufrecht zu erhalten. So war es schon immer in ihrer Familie gewesen, Probleme wurden totgeschwiegen sie durften nicht an die Öffentlichkeit kommen. Wie würde das aussehen, hat ihre Mutter immer gesagt und sie nahm sich das zuherzen. Sie sprach mit niemanden über ihre Probleme und blieb immer für sich. Es war schwer, denn wie oft wünschte sie sich jemanden der sie verstand, der ihr Mut machte, wenn sie keine Hoffnung mehr sah. Doch es war Ausweglos, keiner wollte mit ihr zusammen sein und wenn es doch jemanden geben würde dürfte sie mit ihm nicht über Probleme reden. So blieb sie alleine mit ihren Gedanken und Gefühlen. An manchen Tagen wünschte sie sich einfach nur zu sterben, nicht mehr hier zu sein. In der letzten Zeit wurde dieser Wunsch immer lauter, die Stimme in ihren Kopf schrie sie förmlich an. Doch wie würde es wirken, wenn sie sich umbringen würde. Was würden ihre Eltern dann von ihr denken, sie war nie wie man sich eine Tochter wünschte und wenn man dann Suizid begeht, nein das würde das komplette Bild zerstören. Aber ab und an fragte sie sich, warum sie überhaupt Rücksicht auf andere nehmen sollte, wer berücksichtigte den sie? Eines musste sie aber zugeben, ihre Eltern waren keine schlechten Eltern, sie taten ihr bestes für sie und ihren Bruder, doch sie wünschte sich oft das ihr Bestes besser wäre. Sie konnte niemanden die Schuld für ihr andauerndes Versagen geben, sie alleine trug schuld an dem was passierte. Oft hielt sie das Gefühl der Schuld nicht mehr aus und flüchtete. Sie flüchtete in Erlösung. Abends, wenn sie alleine in ihrem Zimmer saß, ihren Teddy unter dem linken Arm und in der rechten Hand eine Rasierklinge haltend wusste sie wie sie das Gefühl los wurde. Sobald sie die Klinge auf ihre Haut setzte spürte sie Freiheit, es war so als wären alle Gefühle für einen Moment verschwunden. Sie genoss es sehr ihrem Blut zuzusehen, wie es langsam ihren Arm hinunterlief und auf der Zeitung die sie unterlegte eine kleine Pfütze bildete. Stundenlang saß sie so da und konnte in eine andere Welt entfliehen. Oft wünschte sie sich, sie könnte tiefer schneiden, tief genug das sie nie mehr aufwachen würde. Doch sie wurde von einer höheren Macht gehalten, sie konnte nicht gehen. Es war komisch, sie konnte nicht sterben, doch leben konnte sie auch nicht. Ihr Leben war ein dahinwegetieren , etwas was sie so sehr hasste und doch nicht beenden konnte. Durch diese Tatsache hasste sie sich noch mehr.
Das Klingeln der Schulglocke riss sie aus ihren Träumen, hastig packte sie ihre Schulsachen zusammen. Sie wollte jetzt ihren Traum wahr machen und nach Hause rennen und ihren Körper unter der Bettdecke verstecken. Wie der Tag enden würde stand auch schon fest, die Klinge bestimmte ihr Leben und sie hatte aufgehört dagegen etwas zu unternehmen.



Tränen kann ich nicht mehr weinen
lieber lasse ich meinen Körper leiden
euch ist es egal was aus mir wird
ich bin im Krieg, doch werde ich ignoriert
19.6.06 14:51





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